Keine Entmutigung bei Anarres

Kaum hatte sich die Begeisterung über den neuen Schwung in Sachen Hauskauf verbreitet, kam schon wieder die ernüchternde Nachricht, dass das Haus inzwischen weg ist. Im Folgenden versuchen wir die aktuelle Situation zusammenzufassen.
Die letzte Begehung des sehr spannenden Gebäudekomplexes im März hat gezeigt, dass eben doch Potenzial in Heidelberg existiert, sowohl was die Unterstützung angeht als auch auf dem Immobilienmarkt. Dies sollten wir für die Zukunft zu nutzen wissen.
Leider wurde das Haus nach Angaben des Maklers kurz nach unserer ersten Besichtigung bereits verkauft, dennoch war seit langem wieder Bewegung in der Kiste, und der neue Schwung hat viele Kräfte aktiviert. Eine positive Erfahrung waren die vielen Unterstützungsangebote und hilfreichen Tipps durch ein großes SympathisantInnenumfeld, das in seinem Umfang erst zu diesem Zeitpunkt (wieder einmal) sichtbar wurde. Das gibt uns Hoffnung für ein künftiges Projekt, auch wenn uns einfach klar sein muss, dass so ein Hauskauf mit viel Arbeit verbunden ist und ein langwieriges Projekt darstellt: immerhin wäre beim letzten Objekt eventuell eine „Entkernung“ nötig gewesen, zumindest hätte uns die Asbestisolierung definitiv eine Menge Arbeit, Zeit und finanzielle Mittel gekostet.
Trotz des Rückschlags bei diesem konkreten Haus sollten wir uns nicht entmutigen lassen, sondern umso motivierter um unsere Freiräume kämpfen.

Lasst uns unsere Forderungen nach einem politischen Freiraum in Heidelberg nicht leiser werden und die Motivation aus Hausbesichtigungen und Renovierungen nicht abklingen lassen. Die Nachttanzdemo am 16. April, an der sich auch Anarres aktiv beteiligt, wird ein Moment und eine gute Gelegenheit sein, unseren Protest und unser Verlangen zu artikulieren, auf die Straße zu tragen und die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen.

„Wir schreien KEIN TAG OHNE! bis es in euren Köpfen hallt!“ (Chaoze One)