HD vernetzt.

Nachdem momentan kein wirklich geeignetes Gebäude in Sicht ist, das die Kombination von selbstverwaltetem Wohnraum und nicht-kommerziellen linken Räumen für unabhängige kulturelle und politische Arbeit zulässt, widmet sich Anarres seit einigen Wochen verstärkt dem Austausch mit anderen Projekten und Initiativen vor Ort.

Mit dem Zusammenschluss „Heidelberg vernetzt“ bieten sich derzeit neue Möglichkeiten, Kontakt zu anderen Gruppen und Vereinen zu knüpfen, die sich für ein breites Spektrum an alternativen und selbstverwalteten Wohnformen einsetzen. Dabei können nicht nur Ideen ausgetauscht und die Vorstellungen von Anarres vielen Interessierten HeidelbergerInnen vermittelt werden.

Vielmehr gibt es durch den bevorstehenden Wegzug der US-Army aus dem Rohrbacher Kasernengelände ein riesiges Areal freiwerdender Wohn- und Nutzflächen, in denen es durchaus Potenzial für unterschiedliche Projekte gibt. Die Begleitung der städtischen Diskussion um die künftige Nutzung des Areals verfolgen wir mit großem Interesse, weil dadurch in jedem Fall große Bewegung in den angespannten Immobilienmarkt kommt – und somit bestimmt auch viele Möglichkeiten, passende Gebäude für Anarres in Augenschein zu nehmen.

Durch die Vernetzung mit anderen Initiativen für alternative Projekte wird auch deutlich, dass es eine große Zahl an Leuten in Heidelberg gibt, die neue Wege jenseits des isolierten Wohnens in konventionellen Mietshäusern oder in kleinfamiliengeprägten Reihenhaussiedlungen suchen. Gemeinsam müssen wir uns Gehör verschaffen und auch Druck aufbauen, damit die Konversionsflächen nicht für kommerzielle Prestigeprojekte genutzt werden und dass selbstverwalteten Wohn- und Kulturräumen keine Hindernisse seitens der städtischen Behörden in den Weg gelegt werden. Wir halten euch auf dem Laufenden!